Rund 30 Teilnehmende erhielten am ersten Mitgliederanlass von Pro City St.Gallen spannende Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr. Die Führung durch das Feuerwehrdepot zeigte eindrücklich, wie viel Organisation, Fachwissen und Einsatzbereitschaft hinter der Sicherheit der Bevölkerung stehen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Am 28. Oktober 2026 lud Pro City St.Gallen zum ersten Mitgliederanlass ein. Rund 30 Teilnehmende folgten der Einladung zum Feuerwehrbetriebsgebäude St.Gallen. Franz Rüdlinger, Schichtleiter an diesem Abend, und Othmar Wüst führten die Gruppe durch die Räumlichkeiten und vermittelten einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Organisationen.

Zu Beginn erfuhren die Gäste Wissenswertes über die Geschichte der Berufsfeuerwehr St.Gallen, deren Organisation und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen. Die Berufsfeuerwehr zählt 41 Schichtdienst-Mitarbeitende und deckt ein grosses Einsatzgebiet ab, das von Teilen des Thurgaus bis Altstätten sowie von Appenzell bis in die Region Wil reicht. Ergänzt wird sie durch die Milizfeuerwehr, die als wichtige Reserve zur Verfügung steht.

Vielseitige Einsätze und schnelle Reaktion

Die Einsatzstatistik verdeutlichte die grosse Bandbreite der Aufgaben. Im Jahr 2025 rückte die Feuerwehr rund 160-mal zu Bränden unterschiedlicher Grössen aus. Hinzu kommen zahlreiche weitere Einsätze, beispielsweise bei Strassenrettungen, Chemieunfällen, Gebäudesicherungen oder zur Entfernung von Bienenschwärmen.

Besonders beeindruckend war der Einblick in den Dienstbetrieb: Nach einem Alarm müssen die Einsatzkräfte innerhalb von 60 bis 70 Sekunden ausrücken. Während die Feuerwehrleute ihre Ausrüstung aufnehmen und die Fahrzeuge bereitmachen, werden in der Einsatzzentrale bereits wichtige Informationen zum Ereignis gesammelt und weitergegeben.

Moderne Technik und spezialisierte Ausrüstung

Beim Rundgang durch die Fahrzeughalle konnten die Teilnehmenden die vielfältige Ausrüstung aus nächster Nähe betrachten. Dazu gehören unter anderem ein Chemiewehrfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug sowie ein mobiler Grossventilator, der Rauch aus Gebäuden entfernen und damit die Sicht für die Einsatzkräfte verbessern kann. Insbesondere wird der Ventilator bei Tunnelbränden genutzt, um den natürlichen Zug aufrecht zu erhalten und damit den Rauch aus dem Tunnel zu befördern.

Ein weiteres Highlight war das neue Drehleiter-Fahrzeug im Wert von rund einer Million Franken. Es wird von den Gemeinden mitfinanziert und unterstützt bei Bedarf Einsätze in einem grösseren regionalen Gebiet.

Auch die eigene Werkstatt und Schreinerei, in der unter anderem Platten zur Gebäudesicherung hergestellt werden, sowie die Sauerstoffabfüllanlage zeigten, wie viel Facharbeit und Vorbereitung hinter den Einsätzen steckt.

Ein Beruf mit Verantwortung und Perspektiven

Zum Abschluss wurde auch der Weg zur Berufsfeuerwehr thematisiert. Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind handwerkliches Geschick, körperliche und mentale Belastbarkeit sowie die Bereitschaft zur Arbeit in anspruchsvollen Situationen wichtige Voraussetzungen. Interessierte können sich bei einem Informationstag ein erstes Bild machen und anschliessend einen Eignungstest absolvieren.

Ein gelungener Auftakt

Pro City St.Gallen freut sich sehr über den gelungenen ersten Mitgliederanlass und bedankt sich herzlich bei Franz Rüdlinger und Othmar Wüst für die informative Führung und die spannenden Einblicke. Beim anschliessenden Apéro von der Bäckerei Rohner AG nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Der Besuch machte deutlich, wie wichtig das Engagement der Feuerwehr, des Zivilschutzes und ihrer Partner für die Sicherheit der Bevölkerung ist.